Motorrad-Fotoshooting in Hamburg: Macker mit Maschinen

Die Idee zum Motorrad-Fotoshooting liegt lange zurück. Etwa 1,5 Jahre ist es her, dass ich hier auf meinem Blog eine freie Arbeit präsentiert habe, die ich „Typen mit Tattoos“ genannt hatte. (Hier findest du die Bilderserie: Typen mit Tattoos) Was dahinter steckte? Der Titel hat’s längst verraten – Typen mit Tattoos halt! Alles in düsterer Atmosphäre umgesetzt und möglichst authentisch. Das Projekt kam unfassbar gut an und ich wollte schon längst eine Fortsetzung fotografieren. Jetzt ist es endlich soweit. Darf ich vorstellen: „Macker mit Maschinen“. Tadaaaa!!

Mit Maschinen sind Motorräder gemeint, ist klar. Nicht irgendwelche Maschinen, sondern Harleys und nicht irgendwelche Macker, sondern echte Typen, aussagekräftige Persönlichkeiten. Und hier schließt sich der Kreis zum vorherigen Projekt: Tattoos sind natürlich Pflicht. Es geht mir um Glaubwürdigkeit. Ich wollte bei diesem Motorrad-Fotoshooting nicht unbedingt den Zahnarzt, der sich am Wochenende die Lederjacke überstülpt, fotografieren. (Was per se nicht gegen Zahnärzte gerichtet ist – meiner ist super!) Nein, es soll hier um Biker gehen, die man vom äußeren Erscheinungsbild nicht nach dem Weg fragen mag. Aber unter uns: Jeder der hier abgebildeten Protagonisten würde ihn dir sofort verraten, davon bin ich überzeugt. 

Motorrad-Fotoshooting: Gute Vorbereitung ist alles!

Wann immer ich mir ein Projekt in den Kopf setze, erarbeite ich mir vorab gedankliche Zielfotos. Es ist ja so: Ohne Ziel taugt der beste Weg nichts. Was ging mir also durch den Kopf? Ein ernster Blick, die erwähnten Tattoos, tolle Maschinen und morbide Locations. Aus diesen Elementen sollten sowohl Portraits als auch dynamische Fahrbilder entstehen – so der Plan. 

Am Anfang steht das Location-Scouting, was gleichzeitig die größte Herausforderung darstellte. Wer von meinem Plan wusste, sagte reflexartig: „Jo, ein halb abgerissenes Fabrikgelände, irgendwelche heruntergekommenen Hafenanlagen oder andere vom Zerfall geprägten Orte sind genau das Richtige dafür!“ Das stimmt! Solche Orte gibt es in Hamburg. Nur: Es handelt sich dabei stets um Privatgelände, die aus Haftungsgründen immer, immer, immer von einem Zaun umgeben sind. Schwierig! Letztlich fand ich ein paar Locations, die ich hier aber lieber ungenannt lasse. Betriebsgeheimnis. 

Biker und Tattoos gehören zusammen!

Dynamische Fahrbilder sind beim Motorrad-Fotoshooting Pflicht, in dieser Form aber etwas tricky in der Umsetzung.

„Wrroooommm!“

Und nochmal, und nochmal….

Den Anfang machte Peter, mit dem ich mich an einem warmen Tag im Mai traf. Peter fährt eine Harley-Davidson Street Bob (Bj. 2009) mit einer Sitzbank im Buckanear Design von Ute Jaeckel.  Ich war schon längere Zeit in Kontakt mit ihm. Ich hätte ihn am liebsten schon 2019 fotografiert, da war ich aber an den Wochenenden die gesamte Saison mit der Hochzeitsfotografie beschäftigt. Corona-bedingt ist das in diesem Jahr anders, wir konnten also durchstarten. Apropos durchstarten: Einen Teil meiner Zielfotos bei einem Motorrad-Shooting machen die sogenannten „Mitzieher“ aus. Dabei stelle ich eine relativ lange Verschlusszeit ein, während der ich die vorbeifahrende Harley mit dem Objektiv verfolge (also mitziehe) und dabei den Auslöser drücke. Dabei wird der Hintergrund verwischt dargestellt, während das Model auf dem Motorrad scharf abgebildet werden soll.

Soweit die Theorie. Die Praxis ist, dass dies nur in wenigen Fällen zufriedenstellend gelingt, weil das Motorrad zu stark vibriert und der Fahrer dadurch ebenfalls unscharf abgebildet wird. Man braucht Glück für diese Fotos und viele Versuche. Irgendwann erwischt man eine Zehntel Sekunde, in der gerade keine Vibrationen auf den Fahrer übertragen werden und man hat sein Bild. Zusammengefasst: Ich forderte das Glück des Tüchtigen heraus und Peter war geduldig wie ein Lamm, als ich ihn wieder und wieder durch den schmalen Gang heizen ließ, bis wir endlich ein Fahrfoto hatten, das meinen Ansprüchen genügte. Danke, Peter! 

Richtig klasse war die späte Abendsonne, die sich langsam am Horizont verabschiedete und nochmal für eine tolle Stimmung sorgte. Mit einer Portion zusätzlichem Licht aus dem Blitzgerät wurde ein Schuh draus. Ich glaube, wir sind beide sehr happy mit den Ergebnissen. Zumindest hängt jetzt ein großformatiger Abzug von diesem Motorrad-Fotoshooting bei Peter an der Wand.  

Peter wird’s nicht gerne hören, eine gewisse Großstadt-Romantik kann man diesem Bild aber nicht absprechen, oder?

Kleine Accessoires sind wichtig in der Fotografie! (Note: Selbstverständlich alles legal und registriert!)

Ist ja nur Spaß! 

Fotos vom Shooting auf Leinwand im Wohnzimmer

Zwei Leinwände, zwei Ehrenplätze: Links aus einem Shooting mit Peter und Larissa im Juni, rechts vom Motorrad-Shooting. 

Biker-Freundschaft

Und dann waren da noch die beiden Freunde Maseehla und Eddy, die ich parallel (und gemeinsam) fotografierte. Maseehla kennt ihr noch von dem Projekt „Typen mit Tattoos“, außerdem ist er regelmäßiges Model für das Klamotten-Label „Men of Mayhem“. Jetzt kommt’s: Maseehla ist vermutlich der einzige Biker auf der ganzen Welt, der die komplette Motorradsaison mit Birkenstock-Latschen fährt! Haltet eure Augen in Hamburgs Stadtverkehr auf – seht ihr einen Harleyfahrer mit Birkenstock, ist es Masi! 

Maseehla kennt ihr vermutlich schon aus meiner Serie „Typen mit Tattoos“. Dass er häufiger vor der Kamera steht, macht das Fotografieren einfacher. Super Typ!

Biker mit Birkenstock – kannst du dir nicht ausdenken.

Mattschwarz kommt die Harley Davidson Road Glide daher – schlichte Eleganz.

„Moin Moin“ Der Mann hat Humor! 

Eddy fährt eine Harley Davidson Street Glide Special und hat Oberarme, die ungefähr doppelt so dick sind wie meine. Da passen natürlich reichlich großflächige Tätowierungen drauf, die bei diesem Motorrad-Fotoshooting gut zur Geltung kommen. Dazu die halb verspiegelte Sonnenbrille, gegeelte Haare, Jeans… Aus meiner Sicht verkörpert er perfekt den Lifestyle. Dass die beiden dicke miteinander sind, wollten wir auf den Bildern natürlich ebenfalls herausarbeiten. Ich glaube, das ist uns bei den Fahrbildern auf den Hamburger Elbbrücken ganz gut gelungen. Was meinst du? 

Eddy mit seiner Street Glide Special-Harley.

Was für Oberarme – viel Platz für Tinte! 

Stahl & Beton: Hier dienten die Elbbrücken als Kulisse.

Faust auf Faust – Männerfreundschaft!

Nein, der Sonnenstern am Brückenpfeiler ist kein Zufall und bei einem „Mitzieher-Foto“ nicht ganz easy einzubauen.

Eines meiner Lieblingsbilder aus dem Shooting mit Maseehla und Eddy.

Funfact: Wenn du denkst, dass ein Biker ein Motorrad besitzen muss, ist das nur die halbe Wahrheit. Peter, Eddy und Maseehla besitzen jeweils ZWEI Motorräder! Demnächst wird es noch ein weiteres Shooting mit den anderen Maschinen geben und ich werde die Bilder hier im Nachgang verlinken. Es lohnt sich also, hier mal wieder vorbeizuschauen. 

In eigener Sache

Du bist selbst an einem Motorrad-Fotoshooting interessiert? Oder möchtest ein Shooting verschenken? Dann komme gerne über das Kontakformular ins Gespräch mit mir. Tattoos sind selbstverständlich KEINE Pflicht und es muss ja auch nicht gleich eine Harley Davidson sein.

Für 219,- Euro (inkl. MwSt.) biete ich für Privatpersonen ein individuelles Motorrad-Shooting an. (Gewerbliche Shootings inkl. Nutzungsrechte unterliegen gesonderten Konditionen auf Anfrage.) Acht Bilder nach Wahl sind im Preis inbegriffen, jedes weitere kostet 9,50 Euro. Alle Fotos werden als hochauflösende Datei übergeben. Damit kannst du dir beim Anbieter deiner Wahl so viele Abzüge, Poster, Leinwände etc. machen lassen wie du möchtest.

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