Fotoreise Island 2017 – Der Weg des Eises

Heute möchte ich einige Bilder von der Fotoreise aufs winterliche Island zeigen. Die kleine Expedition unternahm ich Anfang März 2017 gemeinsam mit dem Naturfotografen Holger Kröger von der Insel Sylt. Eines der Highlights war zweifelsfrei die Gletscherlagune Jökulsárlón. Und zwar kalbt hier Islands größter Gletscher, der Vatnajökull, in den über 200 Meter tiefen Gletschersee am Fuße der Berge. Welchen Weg das rund 1.000 Jahre alte Eis bis in den rauen Atlantik zurücklegt, zeigt die folgenden Bilderstrecke.

 

Panorama eines Gletscherausläufers auf dem winterlichen Island

Zwischen den Bergkämmen gelegen: Ausläufer des Vatnajökull. Dieses Foto zeigt einen von der Lagune wenige Kilometer entfernten Gletscherteil. Aus dieser Sicht wirkt das Ganze noch nicht wirklich spektakulär. Jedoch ändert sich das, je näher man dem Eis kommt.

 

Die Abbruchkante des Gletschers Vatnajokull

Gigantisch! Die Abbruchkante des Gletschers. Das blaue Eis lässt Fotografenherzen höher schlagen. Allerdings: Noch immer sind die wahren Dimensionen des Gletschers nicht auszumachen.

 

Was für eine Fotoreise – Eisberge, groß wie Häuser!

 

Mit langer Brennweite fotografiert: der Gletscher Vatnajökull

Erst mit einen Größenvergleich im Bild wirken die haushohen Buckel so richtig eindrucksvoll. Und weil ich immer wieder gefragt werde: Nein, hier war kein Photoshop im Spiel und es handelt sich NICHT um eine zusammengesetzte Aufnahme.

 

Langzeitbelichtung des Gletschersees Jokulsarlon

Die abgebrochenen Eisberge sammeln sich in der gut 18 Quadratkilometer großen Gletscherlagune. Die Größe der Eisbrocken reicht vom Umfang eines Fußballs bis zur Höhe mehrstöckiger Häuser. Je nach Strömung und Windrichtung wird das Eis im See hin und hergetrieben. Und noch eine Besonderheit: In dem eiskalten Wasser fühlen sich Seehunde besonders wohl und ziehen hier ihre Bahnen. Bis zu einem halben Dutzend der verspielten Tiere konnten wir gleichzeitig beobachten.

 

Jökulsárlón – Filmkulisse vieler Blockbuster

Jokulsarlon als Filmkulisse für Game of Thrones(Screenshot: www.winteriscoming.net )

Jokulsarlon als Filmkulisse für James Bond-Film

(Screenshot: www.earth-of-fire.com )

Die einmalige Eislandschaft Islands – und ganz besonders die Region um den Jökulsárlón – wurde übrigens schon unzählige Male als Filmkulisse genutzt. Und das für echte Blockbuster wie: James Bond – Stirb an einem anderen Tag, Tomb Raider, Batman Begins oder Game of Thrones.

 

Treibende Eisberge auf der Gletscherlagune Jokulsarlon

Nach und nach schmelzen die Eisberge und werden über Islands kürzesten Fluss aufs Meer hinausgetrieben. Der Jökulsá ist gerade mal 700 Meter lang und circa 80 Meter breit. An der Flussmündung bietet das Eis ein unglaubliches Naturschauspiel, was Touristen und Fotografen aus der ganzen Welt anzieht.

 

Schwarzer Lavastrand und Eisblöcke zu Tausenden: der Diamond Beach 

 

Ein Paradies für Naturfotografen: der Diamond Beach

Noch nie habe ich so viele professionelle Naturfotografen wie bei dieser Fotoreise auf wenigen Hundert Metern Fläche gesehen! Die starke (und gefährliche!) Brandung wirft im Mündungsbereich des Flusses die Eisbrocken auf den schwarzen Lavastrand. Millionen Fotomotive!

 

Fotograf bei einer Stativaufnahme am Diamond Beach

Wer die Fotografie liebt, kann sich hier am „Diamond Beach“ so richtig austoben. Dabei werden Stativaufnahmen mit etwas längeren Verschlusszeiten zu echten Kunstwerken. Aber Vorsicht: Manche Wellen sind deutlich höher als andere und verfügen über ungeahnt starke Sogwirkung. Rund 30 Minuten nach dieser Aufnahme zerstörte ein großer Eisbrocken mein Stativ. Denn ich hatte mich zu weit ins Wasser getraut und die nächste Welle unterschätzt. Dabei zerbrach ein Stativgelenk und eines der Stativbeine verbog. Kurzum: Island gibt, Island nimmt. (Fotocredit: Holger Kröger)

 

Traum vieler Fotografen: Der Diamond Beach auf Island

Langzeitbelichtung am schwarzen Lavastrand mit Eisblocken auf Island

Solche Langzeitbelichtungen sind das alles aber wert und waren der Grund für den Besuch dieses weltweit einmaligen Fotospots. Dutzende solcher Aufnahmen konnten wir während der Fotoreise auf unsere Speicherkarten bannen. Island, wir kommen wieder!

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