Freie Arbeit: Fotoreise – Island in 8 Tagen (Part II)

Island im Winter und das Wetter schlägt um. Im ersten Teil dieses Reiseberichts trotzten wir Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt bei ganz fiesem Nordwind. Klingt kalt, ist es auch! Aber es geht noch kälter: Seit heute Morgen zeigt das Thermometer zweistellige Minusgrade an, außerdem bekommt der Norden Islands satten Schneefall ab. Holger und ich reden uns ein, dass uns das nichts ausmacht. Schließlich geht es ja auch um Schneelandschaften, die wir auf unserem Roadtrip fotografieren wollen. Voilá – alles weiß!

Angetrieben von unserer Leidenschaft heißt unser nächstes Ziel: der Basaltfelsen Hvítserkur. (Wie bei fast allen isländischen Bezeichnungen: Keine Ahnung, wie man das ausspricht.) Gut 15 Meter wächst „das Ding“ an der Ostküste der Halbinsel Vatnsnes in die Höhe und ist Nistplatz unterschiedlicher Vogelarten. Seine Form: einzigartig! Die einen sagen, der Felsen erinnere an einen Elefanten, andere sind der Meinung, an einen Dinosaurier. Die Isländer sind sich einig, dass es sich bei dem Felsen der Sage nach um einen Troll handelt, der von der Sonne versteinert wurde. Wie denn nun? Für mich ist es ein Elefant – basta! Und weil ich eben von Leidenschaft sprach: Der gekraxelte Weg die Steilküste auf frisch gefallenem Schnee hinab bis zum Felsen wird ein Stück weit zum Leidensweg. Puh, ist das anstrengend…

Island im Winter. Schnee und Kälte sind die natürlichen Begleiter

Was im Sommer eine kleine Kraxelei ist, wird bei Schnee und Eis zu einer kleinen Herausforderung. Nicht mehr weit – hinten links ist der Basaltfelsen Hvítserkur schon erkennbar.

Der Basaltfelsen Hvitserkur bei Eis und Schnee im Winter

Island im Winter: Da gefriert selbst das salzige Fjordwasser am Ufer der Halbinsel Vatnsnes zu einer wabernden Eissuppe.

Der Basaltfelsen Hvitserkur ist der Sage nach ein versteinerter Troll

Ich bleibe dabei – der Basaltfelsen Hvítserkur hat die Form eines Elefefanten. Was meinst du?

Weiter geht’s! Um eine lange Autofahrt bei Schneegestöber kurz zu machen: Wir verfahren uns (mehrfach), fluchen (häufig) und sind uns sicher, dass einige Straßen gar nicht existent sind, auf die uns unser Navi lenken möchte. Immer die Ruhe, verdammt nochmal! Irgendwann sind wir endlich da. Am Wasserfall der Götter – dem Goðafoss. Warum der Wasserfall diesen göttlichen Namen bekommen hat? Fotos angucken! Muss man DAS noch erklären?

Godafoss in der winterlichen Landschaft Islands eingebettet

Aus der Ferne betrachtet wirkt der Goðafoss noch recht unspektakulär. Warte ab, bis du ihn aus der Nähe siehst! 

Fotograf Florian Läufer am Godafoss Wasserfall auf Island

Dichter dran geht nicht! Ein Gedicht aus Wasser, Schnee und Eis. (Fotocredit: Holger Kröger)

Langzeitbelichtung vom Godafoss - Wasserfall der Götter in Island

Bis zuletzt kann ich mich nicht entscheiden, welche Seite des Wasserfalls mir besser gefällt.

Godafoss bei Eis und Schnee

Diese Langzeitbelichtung wird man nicht mal eben nachfotografieren können. Der Grund: Auf dem Fluss treiben allerlei Eisschollen deren Oberfläche mit einer Schicht ganz frisch gefallenem Schnee gepudert ist. Das fotografische Ergebnis sind die weißen Formationen im Wasser, welche die Treibrichtungen aufgrund der langen Belichtungszeit nachmalen. Einige Stunden später ist der Schnee auf den Eisschollen geschmolzen, sodass sich das Foto so nicht wiederholen ließ.

Beim Fotografieren am Godafoos im Winter ist warme Kleidung unerlässlich

Reisepartner und Landschaftsfotograf Holger Kröger in seinem Element – am Fuße des Goðafoss.

Der untere Teil des Godafoss in einer Langzeitbelichtung festgehalten

Nicht zu verachten: Der Unterlauf des Wasserfalls ist ebenfalls jederzeit ein Foto wert.

Island im Winter – unbefahrbare Straßen!

Nach diesem optischen Highlight fragen wir uns: Kann man diese sensationellen Eindrücke noch toppen? Man kann! Der Schnee macht es zwar nicht einfach, aber einmalig! Der Reihe nach: Bei starken Schneefällen gehen die Isländer ganz pragmatisch vor. Die Ringstraße, also die, die einmal um Island herumführt, hat oberste Priorität und wird als erstes geräumt. Alle weiteren Straßen sind in unterschiedliche Kategorien eingeteilt und werden nach der Ringstraße ihrer Hierarchie entsprechend von den Schneemassen befreit. Bedeutet: Irgendwann oder gar nicht.

Und hier schließt sich der Kreis: Die letzten Kilometer Schotterweg, die zum Aldeyarfoss – unserem nächsten Fotospot – führen, sind unbefahrbar. Nicht mit dem PKW, nicht mit unserem 4×4-Geländewagen und auch nicht mit den Arctic Trucks der Isländer. (Na gut, mit den Trucks vielleicht…) Also: 12 Kilo Ausrüstung auf den Rücken schnallen und die gut vier Kilometer (wovon gefühlt fünf bergauf führen) durch den Schnee zum Wasserfall stapfen. Hätte nicht gedacht, bei dieser Kälte so ins Schwitzen zu kommen. In der Nachbetrachtung muss ich sagen: Wären es zehn Kilometer gewesen, wir hätten sie mit einem Lächeln genommen. Was für ein Anblick. Der Aldeyarfoss gehört jetzt uns! Die Auslöser rattern und wir hauen die Speicherkarten voll – ein Traum im Schnee!

Islandpferd auf Tuchfühlung mit dem Fotograf Holger Kröger

Islandpferde auf dem Fußmarsch zum Aldeyarfoss – sie kommen als Freunde und gingen als „Feinde“. Warum? Darum: Unser abgestelltes Auto war vom Streugut mit einer feinen Salzschicht überzogen. Und das bemerkten auch die Pferde. Sie leckten und bissen (!) am Autolack, was zu ziemlich unschönen Kratzern führte… Gut, dass wir gut versichert waren!

Ganz nah dran: Fotograf Florian Laeufer aus Hamburg fotografiert ein Islandpferd

Unter uns: Ein kleines bisschen bin ich ja auf die Haarpracht der Islandpferde neidisch. Dann hätte ich mir die Mütze sparen können unter der ich ganz schön ins Schwitzen komme. (Fotocredit: Holger Kröger)

Fotograf am Rand des Aldeyarfoss

Endlich angekommen! Am oberen Rand des Aldeyarfoss Wasserfalls werden erstmal die Fotoapparate eingerichtet, dann die Aussicht genossen. „Beeindruckend“ ist dabei eine offenkundige Untertreibung! (Fotocredit: Holger Kröger)

Der Aldeyarfoss ist im verschneiten Winter eine wahre Pracht

Bei einer Fotoreise nach Island im Winter wünscht sich jeder Fotograf, den eingeschneiten Aldeyarfoss zu fotografieren. Wir haben Glück und freuen uns wie die Schneekönige über diesen Anblick!

Island im Winter. Hier der Aldeyarfoss aus Sicht des Fotografen

Ganz schön hoch! Die besten Fotos vom Aldeyarfoss sind realisierbar, wenn man sich bis an die äußerste Felskante vortraut…

Der aufmerksame Leser dieses Blogs hat es längst bemerkt: Der Zusatz „-foss“ steht für Wasserfall. Worauf ich hinaus möchte: Es bleibt vorerst bei Wasserfällen bei unserem weiteren Weg. Kurze Orientierung – wir befinden uns jetzt im Nordosten der Insel, haben rund 1.200 Kilometer zurückgelegt und wollen uns Dettifoss und Selfoss anschauen. Vorbei am dampfenden Geothermal-Gebiet Krafla und dann immer geradeaus entlang der Ringstraße durch die weiße Schneewüste.

Meine Güte sind wir uffgeregt. Und das hat seinen Grund: Dettifoss und Selfoss liegen nur einige Hundert Meter voneinander entfernt. Während der Dettifoss der leistungsstärkste Wasserfall Europas ist und auf einer Breite von 100 Metern mit seinen Wassermassen 45 Meter in die Tiefe stürzt, besticht der Selfoss durch seine epische Schönheit. Geil! (Verzeihung ob der Saloppheit!) Und es kommt am Ende doch ganz anders…

Das Geothermalgebiet Krafla im Gegenlicht

Nein, nicht der Mars! Dieses Foto ist im Geothermalgebiet Krafla entstanden. Dort blubbert und qualmt es aus jeder Ritze. Und es stinkt – nach Schwefel! Nicht schön…

Island – Insel aus Feuer und Eis

Unwirklich. Laut zischend. Heiß und kalt zugleich. Muss man gesehen haben!

Fotograf im Geothermalgebiet Krafla

Wer hat Angst vor’m schwarzen Mann? Keine Sorge, der will nur fotografieren! Eine Szene wie aus einem Endzeitfilm.

Ausgeträumt: So hatten wir uns das nicht vorgestellt…

Die zehn Kilometer lange Zufahrt, die auf einer Schotterpiste zu den Wasserfällen führt, ist mit Warnschildern markiert und frisch zugeschneit. Da stehst du dann frühmorgens, freust dich auf die eindrucksvollsten Wasserfälle Islands und plötzlich ist alles dichtgemacht. Wie weiter? Ich weiß nicht, ob ich dagegen oder dafür bin. Holger ist ist nicht so wankelmütig: „Dafür!“ Heißt: „Da müssen wir jetzt durch! Wir sind doch nicht zum Spaß hier!“ Auf der Strecke gibt es nur Sekt oder Selters. Wenn du in den Schneewehen anhältst, bleibst du stecken. Holger gibt also Gas, ich gute (und schlechte) Ratschläge. Stellenweise sind wir über die Schneebretter „geschwommen“, irgendwann haben wir es aber geschafft und sind an den Wasserfällen. Der letzte Kilometer geht nur noch zu Fuß. Und jetzt würde ich so gerne etwas von aufregenden Superlativen schreiben. Eindrucksvolle Wasserfälle, ohrenbetäubendes Rauschen, blabla… Ich will ehrlich bleiben: Als wir die Wasserfälle sehen, sind wir auf dem Tiefpunkt dieses Roadtrips angekommen. 90 Prozent des Selfoss sind eingefroren! Da, wo sonst die Wassermassen in die Tiefe fallen, ist alles mit einer weißen Schneedecke überzogen. Ich bin enttäuscht. Wir stapfen durch den frischen Schnee bis zum Dettifoss, der zwar wenig Wasser führt, aber dennoch imposant ist. Nur: Die Gischt zeigt sich in einer riesigen Wolke, die fast den gesamten Wasserfall einhüllt. Ich mache einige Fotos, arbeite später aber kein einziges am Computer aus. Das hier ist kein Wasserfall, das ist aus fotografischer Sicht ein Reinfall. So ist das auf Island im Winter.

Aber jedes Übel hat schließlich auch sein Gutes: Hätten wir uns von den Warnschildern abhalten lassen und uns nicht durch die Schneemassen gekämpft, hätten wir immer im Hinterkopf behalten, diese beiden Wasserfälle verpasst zu haben. Jetzt sind wir um das Gegenteil schlauer: Nix verpasst. Na bitte!

Wer island im Winter bereist, hat es oft mit gesperrten Straßen zu tun. Hier wegen frischem Schneefall

Eine frische Schneedecke und gelb-rote Schilder bedeuten nix Gutes. Impassable? Das gilt doch nicht für uns, oder?

Unfall mit dem Mietwagen auf Island im Winter

Man neigt ja dazu, Erlebnisse ein bisschen auszuschmücken. Ich bin eher Leisetreter und sage: „Was in Island passiert ist, bleibt in Island!“ Nachdem das rechte Fahrzeug wenige Meter vor uns von der Fahrbahn geschossen und in einer weißen Wand verschwunden ist, müssen Holger und ich erstmal rechts ran und mit zittrigen Händen einen Kaffee trinken. War knapp! Die gute Nachricht: Es gab keinen Personenschaden.

Im Winter führt der Selfoss ausgesprochen wenig Wasser und büßt dadurch reichlich von seiner sonst imposanten Erscheinung ein

Man muss sich das vorstellen: Wenn der Selfoss im Sommer seine gewohnte Menge Wasser führt, besteht die gesamte rechte Seite aus in die Tiefe stürzendem Wasser, was in diesem Fall komplett eingefroren ist. Schade. Den benachbarten Dettifoss habe ich gar nicht erst fotografiert, weil er in einer Gischtwolke nahezu komplett verschwunden ist.

Glück gehabt – gerade noch durchgekommen!

Nun ist erstmal Strecke machen angesagt. Insgesamt rund 500 Winterkilometer, die uns über ein gut 100 Kilometer langes Plateau zum Südosten der Insel führen, um die geplante Umrundung innerhalb der anvisierten 8 Tage zu schaffen. Die Straßenbedingungen sind schlecht und wir kommen gerade noch durch, bevor EINEN Tag später aufgrund der starken Schneefälle die Ringstraße auf dem Plateau gesperrt wird. Glück gehabt!

Wir nehmen noch den Svartifoss (Schwarzer Wasserfall) mit seinen imposanten Basaltsäulen mit, dann kommen wir am Bergmassiv Vestrahorn auf der Landzunge Stokksnes an, was bei unserer Reise im Vorjahr damals unsere östlichste Location war. Von diesem Zeitpunkt an verändert sich in meiner Wahrnehmung die Reise. Während viele Menschen – unabhängig vom Fotografieren – häufig mehrfach die gleichen Orte besuchen, um bereits Gesehenes erneut und in anderem Licht zu erleben, nehme ich die letzten Tage als Wiederholung wahr. Der Reiz des Neuen und Unbekannten ist verloren. Nicht falsch verstehen, aber ich bin eben ein Getriebener, der ständig neuen Eindrücken und keinen Wiederholungen hinterher jagt.

Aber unter uns: Als am Vestrahorn die Sonne langsam untergeht und die ganze Szenerie in kühles Abendlicht taucht, bin ich natürlich trotzdem wieder wie besessen mit der Kamera unterwegs, um tolle Stimmungen einzufangen.

Der Svartifoss mit Eiszapfen im Winter

Schwarz-weiß ist bunt genug! Der Svartifoss „lebt“ von seinen dunklen Basaltsteinen.

Basaltsäulen am Svartifoss Wasserfall

Die Basaltsäulen im Detail. Natur ist etwas Schönes, oder?

Schwarzweiss-Aufnahme Vestrahorn

„Wuuusch!“ – eine große Welle überspült das Ufer am schwarzen Lavastrand vom Vestrahorn.

Das Vestrahorn kurz nach Sonnenuntergang im Winter

Die einmalige Form des Bergmassivs und die vorgelagerten schwarzen Dünen machen diesen Fotospot am Vestrahorn zu einem Must-have eines jeden Landschaftsfotografen. 

Rentiere sind im Bereich rund um das Vestrahorn kein seltener Anblick

Rentiere sehen wir hier im Süden zu Dutzenden. Dieses lässt uns ein bisschen näher heran, wahrt dann aber doch eine gewisse Distanz.

Den Abschluss unserer Tour bildet das Gebiet am südlichen Rand des Vatnajökull-Nationalparks mit seinen Gletschern. Und auch hier bekommen wir erneut vorgeführt, dass man die Natur beim besten Willen nicht ausrechnen kann. Als Highlight wollen wir am berühmten Diamond Beach die von der Brandung des Atlantiks zurückgeworfenen Eisblöcke fotografieren, die uns im vergangenen Jahr so tolle Fotomotive boten. (Hier habe ich einen Blogbeitrag dazu geschrieben: Der Weg des Eises.) In diesem Jahr herrscht kräftiger ablandiger Wind, was dazu führt, dass der Strand nahezu eisfrei ist. Wo letztes Jahr zu Tausenden mannsgroße Eisbrocken in allen Formen und Farben liegen, sind jetzt nur wenige Eisplatten in geringer Größe zu sehen. Un-glaub-lich!

Kein Grund sich zu beschweren. Es ist der letzte Abend und gleichzeitig mein Geburtstag. Den farbenprächtigsten Trumpf spielt die Vulkaninsel nach Einbruch der Dunkelheit aus und der heißt: Aurora Borealis! Die tanzenden Polarlichter erhellen den Nachthimmel über der Jökulsárlón-Gletscherlagune bis zum nächsten Morgen, an dem wir den Heimweg antreten müssen. Was für eine Abschiedsveranstaltung. Danke, Island!

Der hamburger Fotograf Florian Läufer am Gletscher im Vatnajökul-Nationalpark

Die wahren Dimensionen der Gletscher werden erst mit einem Größenvergleich sichtbar. Wahnsinn, oder?

Toursiten bei einer geführten Gletschertour im Vatnajökull Nationalpark

Jetzt bloß nicht ausrutschen…

Seehund in der Gletscherlagune Jokulsarlon auf Island

In der Jökulsárlón-Gletscherlagune treiben immer diverse Seehunde ihr Unwesen. Drollig, die frechen Kerle. 

Island im Winter. Der Diamond Beach ist für Fotografen aus aller Welt ein Paradies

Island im Winter – eine unentdeckte Welt? Man möchte es ja so gerne, die Realität sieht aber anders aus. Der Diamond Beach zieht ganze Fotografenrudel an. Nur: Wo sonst mannsgroße Eisbrocken zu Tausenden liegen, hat dieses Jahr der ablandige Wind ganze Arbeit geleistet. Das meiste Eis wird aufs Meer hinaus getrieben und so lagen am schwarzen Strand wenige und nur sehr kleine Eisbrocken herum.

Eisplatte am Diamond Beach von Island

Diese Jahr müssen wir viel Suchen, um zumindest ein paar fototaugliche Eisblöcke zu finden. Bei den meisten handelt es sich eher um Eisplatten…

Langzeitbelichtung Diamond Beach, Island

Geht, oder?

Wellenformationen am schwarzen Strand von Island

Wenn man das sieht, möchte man reinspringen. Wenn man die Kälte spürt, möchte man weg.

Aurora Borealis im Winter am Jokulsarlon

Unfassbar tolle Polarlichter bieten uns an der Gletscherlagune eine echte Lightshow am letzten Abend. Hier hat sich sogar noch eine Sternschnuppe ins Bild geschossen. (Was ich mir gewünscht habe, wird nicht verraten.)

Polarlichter am Jökulsarlon

Aurora Borealis – die Sonnenstürme geben über Stunden alles! Atemberaubend!

Fazit: Island macht süchtig – so hatte ich es im ersten Teil dieses Reiseberichts gesagt. Und tatsächlich: Zwar haben wir die Insel auf unseren beiden Wintertouren insgesamt umrundet, trotzdem ist der Reiz groß, dass alles noch einmal in der warmen Jahreszeit in seiner vollen Farbpracht zu sehen. Ganz besonders das Hochland, welches im Winter unerreichbar ist, steht ganz weit oben auf der Liste. Man möchte sich ja nicht drängen lassen, aber der Tourismusboom schreitet immer weiter voran und die Besucherzahlen haben sich in den letzten Jahren vervielfacht! Drum müsste man sich eigentlich beeilen mit dem nächsten Trip. Ich selbst kenne die „guten alten Zeiten“ ja nicht, aber an vielen markanten Orten sind im Vergleich mit wenige Jahre alten Fotos inzwischen Besucherplattformen, Geländer, Seile und Warnschilder aufgebaut. Ich könnte mir vorstellen, dass dies erst der Anfang ist. Nicht umsonst: In der Vergangenheit ist zu viel passiert und es sind schon etliche Touristen zu Tode gekommen, weil sie zu dicht an Wasser oder Abhängen standen. Und so wird die Insel aus Feuer und Eis vermutlich in einigen Jahren viel von ihrer Urtümlichkeit verloren haben. Darum: Du willst auch eines Tages nach Island? Nicht aufschieben. Machen! Jetzt!

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